Burgstall Köllenburg (Kiechlberg)


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Standort:  N 47°18.200  E 11°26.870
6065 Thaur

Parkplatz: N 47°18.045  E 11°28.295
kleiner Parkplatz vorm Wanderweg zu den Ruinen


Gehzeit: 60 Minuten
über die Ruine Thaur weiter zum Burgstall (Google Earth)

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.chronos-thaur.at


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Am Kiechlberg wurden bereits die Spuren von Siedlern aus der Jungsteinzeit bis herauf in die Bronzezeit dokumentiert. 2008 wurden auf dieser Bergkuppe zudem auch noch Spuren einer ausgedehnten Festungsanlage aus vermutlich ottonischer Zeit um 980 freigelegt. Damit wäre der Kiechlberg die derzeit älteste Burganlage im gesamten Tiroler Raum.

Da zur Zeit Vergleiche und Unterlagen über dieses frühhochmittelalterlichen Komplexes fehlen, muss man die Frage nach den Erbauern noch offen lassen. Die Größe der Anlage legt jedoch nahe, dass sich hier noch eine unbekannte Schlüsselstelle der Thaurer Geschichte verborgen hält. Kleinfunde in diesem Bereich zeugen vom 3. Jahrhundert bis ins 16. Jahrhundert.

C-Datierungen von Holzkohlestücken aus Mörtelproben des Kammertors, aus einem Mörtelbett der Binnenbebauung im östlichen Teil der Anlage sowie der Beringhinterfüllung weisen auf den Bau der Anlage im 10. Jahrhundert hin. Es gibt jedoch keinerlei Unterlagen über die Erbauer sowie den weiteren Besitzer. Auch wann die Burg aufgeben wurde bzw. ob sie in einen Zusammenhang mit der Burg Thaur stand ist zur Zeit nicht festzustellen. Im Jahr 1864 wird der Kartenausschnitt Kiechlberg in der Tiroler Landesaufnahme mit Köllenburg bezeichnet. Eine Sage berichtet auch von einem Nonnenkloster und einstmals noch erkennbaren Mauerresten an dieser Stelle.

Weitere Informationen:


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