Burgstall Lavant


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Standort:  N 46°47.735  E 12°50.060
9906 Lavant, Kirchbichl

Parkplatz: N 46°47.755  E 12°50.120
Parkplatz unter dem Burgstall

Gehzeit: 3 Minuten
der Straße vom Parkplatz weiter folgen, nach ca. 100m links

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.gemeindelavant.at


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Die Herren von Lavant waren Ministeriale der Grafen von Lechsgemünd-Matrei. Sie scheinen mit "Gebolf de Lowat" 1169 erstmals urkundlich auf. Um 1200 erbauten sie auf der Kuppe des Kirchbichls ihren Stammsitz. Noch vor 1206 traten sie in die Dienste der Grafen von Görz ein. Um diese Zeit dürfte auch die Burg ausgebaut worden sein.

Die Blütezeit der Herren von Lavant lag um die Mitte des 14. Jahrhunderts. Heinrich von Lavant musste 1369 den gesamten Besitz, den er von seinem Bruder Hans geerbt hatte, an Graf Meinhard von Görz übergeben. Damit begann der Niedergang der Familie. Die Görzer ließen Lavant von Burggrafen verwalten. Der kleine Wehrbau hatte für Graf Meinhard und seine Nachfolger keine Bedeutung mehr.

Als noch vor 1485 am Kirchbichl die kleine Peterskirche errichtet wurde, ließ man die bereits im Verfall befindliche Burg auf und benützte ihre Steine als willkommenes Baumaterial für die Kirche. Im Lauf der folgenden Jahrhunderte geriet sie in Vergessenheit. Der Name Trettenstein, mit dem sie gelegentlich auch bezeichnet wurde, ist nicht historisch. Er tritt erst im 19. Jahrhundert auf. Seine Herkunft ist ungewiss. Etwa auf halber Höhe der Zufahrtstraße des Kirchbichls haben sich Reste von zwei Türmen mit ca. zwei Meter starken Mauern erhalten. Es könnte sich dabei um das Tor einer mittelalterlichen Fliehburg für die Bevölkerung handeln. Die görzische Defensivordnung des Jahres 1444 schrieb nämlich vor, dass der Lavanter Berg zu befestigen und bei drohender Gefahr zu besetzen und mit Vorräten bzw. Waffen auszurüsten sei.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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