Burg Martinsberg (Martinsbühel)


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Standort:  N 47°16.030  E 11°16.090
6170 Zirl, Martinsbühel 1

Parkplatz: N 47°16.125  E 11°15.910
Parkplatz an der B171

Gehzeit: 5 Minuten
Der Straße bis zur Burg folgen

Besichtigung: nur von außen möglich

Links: www.geschichte-tirol.com


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Erstmalig urkundlich erwähnt wurde die Burg Martinsberg im Jahre 1290, in der Heinrich von Aufenstein Ludwig von „sant Marteinsberg bei Zierlen"; belehnt. Bald danach wurde Martinsberg landesfürstlich. Die Burg, die die durch das Inntal führende Straße und eine Fähre über den Fluss kontrollierte, wurde von Pflegern verwaltet.

Als 1363 Gräfin Margarete Maultasch ihrem Vetter Rudolf IV von Habsburg übergab, behielt sie neben drei weiteren Ansitzen auch Martinsberg. Später verliehen die Habsburger die Güter am Martinsberg an die Herren von Mentlberg, denen das Lehen bis zu ihrem Aussterben 1537 gehörte. Im 15. Jahrhundert ist die Burg von Erzherzog Sigmund an Ulrich Ramung als Lehen vergeben worden.

1481 nahm Erzherzog Sigmund die Burg wieder zurück und schenkte sie Ulrich Kneusl. Er ließ den Ansitz ausbauen, verkaufte ihn aber bereits 1497 an König Maximilian I. Dieser benützte Martinsberg als Jagdschloss. 1546 konnten die Tiroler den Einfall der schmalkaldischen Truppen abstoppen, da sie die an der Burg vorbeiführende schmale Bergstraße verschanzt hatten. Auch 1703 beim „Boarischen Rummel“ und 1809 in den Franzosenkriegen wurde die Straßenenge militärisch genutzt. Zu diesen Zeiten befand sich der Ansitz Martinsberg aber bereits längst in bäuerlicher Hand, da ihn die Tiroler Landesregierung 1647 verkauft hatte.

1886 erwarb der Innsbrucker Kaufmann Alois Hepperger die Anlage, verkaufte sie aber bereits zwei Jahre später an den katholischen Verein der Kinderfreunde in Salzburg. 1940 wurden die Benediktiner enteignet und der Palas zuerst als Heim für Südtiroler Auswanderer und dann als Kriegsgefangenenlager benutzt. Heutiger Eigentümer ist die Salzburger Erzabtei St. Peter, die in den benachbarten modernen Nebengebäuden eine Sonderschule betreibt.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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