Burgruine Neu-Rettenberg


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Standort:  N 47°17.635  E 11°38.690
6115 Kolsassberg, Florian-Waldauf-Weg 1

Parkplatz: N 47°17.615  E 11°38.615
kleine Parkmöglichkeit an der Rettenbergstraße auf Höhe der Ruine

Gehzeit: 0 Minuten


Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.geschichte-tirol.com


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Die Burg Alt-Rettenberg wird 1298 erstmals erwähnt, doch dürfte sie damals noch im Bau gewesen sein, denn die der Hl. Jungfrau Maria geweihte Burgkapelle wurde erst 1302 oder 1303 geweiht. Sie wurde von den Herren von Rottenburg errichtet und von Pflegern verwaltet.

Als der Tiroler Landesherr, Herzog Friedrich IV von Österreich, um 1407 seinen Hofmeister Heinrich von Rottenburg wegen Treuebruches die tirolischen Erbämter aberkannte, musste dieser seine beiden Hauptburgen Rottenburg und Rettenberg an ihn übergeben. Auf Rettenberg wurden vorerst landesfürstliche Pfleger eingesetzt. Graf Eberhard von Kirchberg erhob jedoch Ansprüche auf die Burg, da er die Witwe des Rottenburgers geheiratet hatte.

Nach zwei Schiedssprüchen König Sigmunds fügte sich Herzog Friedrich und gab Rettenberg 1419 als Pfandbesitz an Graf Eberhard. 1492 verzichtete Graf Eberhard d. J. zugunsten des Ritters Florian Waldauf von Waldenstein auf die Pfandherrschaft. Dieser verpflichtete sich, eine neue Burg zu errichten, da Rettenberg bereits ruinös war und den militärischen Erfordernissen nicht mehr entsprach. Waldauf ließ die alte Feste abbrechen und etwas nördlich von ihr die Burg Neu-Rettenberg errichten. Florian Waldaufs Sohn Hans führte ein verschwenderisches Leben und kümmerte sich nicht um die Fertigstellung der Burg. Daher wurde 1528 die Pfandschaft aufgehoben und dem Freiherrn Oswald von Wolkenstein übertragen. Dieser ließ die Bauarbeiten umgehend fortsetzen und vor allem die lange Ringmauer um das Hauptgebäude errichten.

1559 übernahm Wilhelm Gienger die Pfandschaft. Nach ihm wechselten die Pfandherren recht häufig. Zu ihnen gehörten Anton Freiherr von Landau (1582), Johann Kolowrat (1594) und die Grafen Fieger (1649). 1791 konnten die Gräfinnen Juliane und Justiane Fieger die Herrschaft als freies Eigen erwerben. Sie verkauften die bereits weitgehend verfallene Burg 1798 an den Pfarrer Georg Ruf aus Kolsass. Das Wohngebäude der Burg wurde bis 1914 restlos abgetragen, die Ringmauer blieb jedoch erhalten. 1960 begann man mit Sicherungsarbeiten. Das Burggelände wird seit dem Ende des 18. Jahrhunderts von der Familie Schweiger landwirtschaftlich genutzt.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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