Burgruine Rabenstein


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Standort:  N 47°00.550  E 12°27.980
9972 Virgen

Parkplatz: N 47°00.405  E 12°28.035
kleiner Parkplatz vor dem Haus Mellitz Nr. 20

Gehzeit: 15 Minuten
beschrifteter Weg zur Ruine

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.virgen.at / www.geschichte-tirol.com


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Im frühen Mittelalter gehörte das Iseltal zur Grafschaft Lurn. Später, etwa um 1100, konnten sich die Grafen von Lechsgemünd hier festsetzen. Erstmals 1252 wird von einem „castrum Virge“ gesprochen, das den Grafen von Tirol gehörte. Es dürfte um 1200 errichtet worden sein.

Nach dem Tod Alberts III von Tirol erbte Meinhard III das Gericht Virgen und damit auch Rabenstein, das damals Burg Virgen genannt wurde. Bei der Besitzteilung von 1271 kam die Feste an Albert II von Görz, der einen großzügigen Ausbau veranlasste. Die Herrschaft wurde bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts von Pflegern verwaltet. Der Name Rabenstein kam erst im 15. Jahrhundert auf. Die Burg blieb bei der albertinischen Linie der Grafen von Görz bis zu deren Aussterben.

Graf Leonhard war der letzte seiner Familie. Er starb im Jahr 1500 und wurde vom damaligen König und Tiroler Landesfürsten Maximilian I beerbt. Dieser setzte Ulrich Mutscheller als Pfleger ein. Aber schon im nächsten Jahr wurden die Herrschaften Lienz und Virgen an Michael von Wolkenstein-Rodenegg verkauft. Dessen Nachkommen besaßen die Burg bis 1646 und setzten ihrerseits Pfleger ein. Im 17. Jahrhundert wurde offenbar wenig in die Erhaltung der Bausubstanz investiert, da mehrfach über ihren schlechten Zustand geklagt wurde. Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch des Hauses Wolkenstein erwarb 1653 das Königliche Damenstift in Hall die gesamte Herrschaft Lienz, was aber am schlechten Bauzustand nichts änderte.

Da 1655 Teile der Burgmauern abgestürzt waren und auch für die restlichen Baulichkeiten große Einsturzgefahr bestand, zog der Pfleger 1703 in ein Pflegerhaus im Ort Virgen. Die Burg wurde geräumt, die Kapelle profaniert und ihre Einrichtung in Sicherheit gebracht. Im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts verfiel die Burg völlig. 1779 wurde Rabenstein als „alt zerfallenes Schloss“ bezeichnet. 1852 ging die Ruine mit den umliegenden Gründen in bäuerlichen Privatbesitz über. Erst als 1962 auf Grund eines Blitzschlages sowohl die Süd- als auch die Westmauer des Bergfrieds einstürzte, wurden die verbliebenen Reste gesichert. Heute ist die Ruine ein beliebtes Wanderziel.

Weitere Informationen: Burgen Austria / Burgenseite


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