Schloss Trautson


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Standort:  N 47°08.315  E 11°27.340
6143 Mühlbachl, Zieglstadl 22

Parkplatz: N 47°08.240  E 11°27.245
beim Friedhof parken

Gehzeit: 15 Minuten
vom Friedhof zum Schloss

Besichtigung: nur von außen möglich

Links: www.muehlbachl.tirol.gv.at


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Im Mittelalter gab es in Matrei drei Burgen, die den Verkehr auf der Brennerstraße jederzeit blockieren konnten. Eine davon war die 1220 von Graf Albrecht III von Tirol errichtete Burg Trautson, die er an seine Dienstleute, die Herren von Matrei verlieh.

1368 wurden die Matreier Burgen von den Bayern besetzt. Sie konnten trotz einer fünfwöchigen Belagerung nicht eingenommen werden, wurden aber 1369 nach dem Frieden von Schärding an Herzog Leopold III von Österreich zurückgegeben. Mit Konrad von Matrei starb seine Familie um 1360 aus. Seine Tochter Anastasia war mit Hans Trautson von Sprechenstein verheiratet, wodurch die Burg ihren heutigen Namen erhielt. Bis dahin wurde sie nur als „hintere Veste Matrei“ bezeichnet. Seine Nachkommen bauten sie aus.

1514 erwarb Kaiser Maximilian I die Burg Trautson. 1532 ging diese als Lehen an Albrecht von Stamp und 1581 an Cyriak von Heidenreich, der umfassende Ausbauten vornehmen ließ. 1600 kaufte Anton Trautson die Burg seiner Ahnen zurück. Sie blieb nun bis 1775 im Besitz seiner Nachkommen, als sie Maria Josepha von Trautson in ihre Ehe mit Karl Joseph Fürst Auersperg einbrachte. Als 1868 die Brennerbahn gebaut und ein Tunnel durch den Burgberg gesprengt wurde, entstanden größere Schäden am Bergfried und an den Wohngebäuden, die durch das Einziehen von Eisenschließen wieder behoben werden konnten.

1915 und 1927 erfolgten größere Restaurierungen. Am 2. April 1945 wurde die einstige Burg durch amerikanische Fliegerbomben nahezu völlig zerstört. Der Bombenteppich galt natürlich nicht der Burg, sondern der unmittelbar daneben verlaufenden Brennerbahn bzw. der Brennerstraße. Dem Angriff widerstanden lediglich die Außenmauern der Kaplanei sowie die Grundmauern des Bergfrieds und einige Futtermauern entlang des Burgweges. In den Jahren 1947 und 1948 wurde die Kaplanei wieder aufgebaut. Sie ist praktisch das einzige Gebäude, das noch an die einstige Burg erinnert. Die trotz ihrer fast gänzlichen Zerstörung immer noch als Schloss bezeichnete Anlage gehört nach wie vor den Fürsten Auersperg.

Weitere Informationen: Burgen Austria / Burgenseite Südtirols


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