Burgruine Vellenberg


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Standort:  N 47°14.525  E 11°18.765
6091 Götzens, Vellenberg 15 15

Parkplatz: N 47°14.460  E 11°18.795
an der Straße auf Höhe Vellenberg 11 parken (fragen)

Gehzeit: 2 Minuten
der Straße bis zur Ruine folgen

Besichtigung: nur von außen möglich

Links: www.geschichte-tirol.com


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Vellenberg scheint 1166 erstmals als Sitz des Ministerialen "Konradus de Vellinberch" urkundlich auf. Möglicherweise befand es sich bereits im Besitz der Grafen von Andechs, die es vom Bischof von Brixen als Lehen erhalten hatten.

Die Andechser wurden 1207 geächtet und verloren ihre Besitzungen, doch wurden sie 1232 neuerlich mit Vellenberg belehnt. Mit dem Aussterben der Andechser kam es 1248 an den Grafen Albert von Görz-Tirol und 1253 an die Grafen von Hirschberg. Durch den Sterzinger Schiedsspruch fiel die Burg 1263 an Meinhard II von Görz-Tirol und wurde damit landesfürstlich. Die Herren von Vellenberg behielten ihr Lehen bis zu ihrem Aussterben gegen Ende des 14. Jahrhunderts. Lediglich ihr Lehensherr wechselte mehrfach.

Sie hatten bereits 1349 die Hälfte der Herrschaft und des Landgerichtes an die Herren von Liebenberg verkauft. 1380 waren diese Alleinbesitzer. Seit 1349, als sie auch das halbe Landgericht erworben hatten, war die Burg Gerichtssitz. Die andere Hälfte gehörte bis zu ihrem Sturz 1410 den Herren von Rottenburg. 1426 übernahm Herzog Friedrich IV Vellenberg und die zweite Hälfte des Landgerichtes. Danach wurde Vellenberg landesfürstliches Kammergut und nur mehr in Pflegschaft vergeben. In den Jahren 1514 bis 1518 ließ Kaiser Maximilian I durch seine Pfleger umfangreiche Erweiterungen und Verschönerungen durchführen, um die Burg als Jagdschloss benutzen zu können. Nach Maximilians Tod wurde nicht mehr soviel Geld für die Pflege aufgewendet, so dass 1555 die Burg als bereits teilweise baufällig beschrieben wurde.

Der letzte Pfleger der hier wohnte, war Jakob Zoller von Zollershausen, der 1583 starb. Danach setzte der Verfall ein, obwohl die Burg einige Zeit hindurch noch als Gefängnis diente. Schließlich wurde auch der Gerichtssitz nach Innsbruck verlegt. 1663 wurde die umfangreiche Rüstkammer aufgelöst, die nun unbewaffnete Burg diente aber noch als Kreidfeuerstation. Die schweren Erdbeben von 1670 und 1689 verschlimmerten die Situation. Bereits im 18. Jahrhundert holten sich die Bauern der Umgebung aus der Ruine Steine zur Errichtung ihrer Häuser. Seit 1738 war Vellenberg dem Stift Wilten verpfändet, das die Herrschaft ca. ein Jahrhundert lang besaß. Auch ihm diente die Ruine als Steinbruch. 1843 legte das Stift sein Pfandrecht zurück.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird noch ein Waldaufseher erwähnt, der in den Ruinen hauste. Bald danach wurden deren letzte Reste entfernt und der Platz eingeebnet. 1955 kaufte die Familie Mondani-Bortolan das ehemalige Burgareal in deren Besitz sie sich nach wie vor befindet.

Weitere Informationen: Burgen Austria / Burgenseite Südtirols


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