Burgruine Vilseck (Vilsegg)


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Standort:  N 47°33.400  E 10°37.575
6682 Vils

Parkplatz: N 47°33.270  E 10°37.940
Parkplatz vor dem Sportzentrum

Gehzeit: 20 Minuten
den Ritterweg folgen, dann Rechts den beschrifteten Weg hinauf zur Ruine

Besichtigung: frei zugänglich

Links:


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Das Vilstal gehörte im ausgehenden Hochmittelalter zum Besitz der Abtei Kempten, die es als Lehen an die Herren von Hoheneck weiter gegeben hatte. Sie ließen um 1220 die Burg Vilseck erbauen. Die 1263 bzw. 1265 genannten Heinrich und Berthold von Vilseck gehörten zu ihren Ministerialen und waren mit der Verwaltung der Burg betraut.

Der um 1313 urkundlich fassbare Peter von Hoheneck führte bereits die Zusatzbezeichnung „zu Vilseck“. 1408 tauschte die Abtei Kempten die Herrschaft Vils mit Herzog Friedrich IV gegen die Herrschaft Ronsberg ein. Die Hohenecker durften Vilseck aber weiterhin als landesfürstliches Afterlehen behalten. 1450 teilte sich die Familie Hoheneck in zwei Linien, die vorerst die Burg gemeinsam besaßen.

Eine Hälfte wurde 1594 an Markgraf Karl von Burgau verkauft. Nach dessen Tod ging die halbe Herrschaft als Pfandbesitz 1620 an den Hauptmann Hieronymus Stauber über. Als 1671 auch die zweite Hohenecker-Linie ausstarb, verlieh Kaiser Leopold I die gesamte Herrschaft an Leopold Wilhelm Graf Königsegg. Dieser gab sie aber schon im nächsten Jahr dem Landesfürsten wieder zurück. Zu diesem Zeitpunkt dürfte die Burg Vilseck aber bereits weitgehend unbewohnt gewesen sein, da der Herrschaftssitz schon längst in den um 1440 errichteten Turm zu Vils verlegt worden war. Im 1774 von Peter Anich aufgelegten „Atlas Tyrolensis“ scheint Vilseck bereits als Ruine auf.

Die Ruine befindet sich heute in Privatbesitz. Ein lokaler Verein kümmert sich seit 1982 um ihre Erhaltung.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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