Schloss Weißenstein


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Standort:  N 47°00.500  E 12°32.285
9971 Matrei in Osttirol, Tauerntalstraße 15

Parkplatz: N 47°00.450  E 12°32.420
Parkplatz nach der Einfahrt zum Schloss

Gehzeit: 2 Minuten
Straße zum Schloss (Fahrverbot)

Besichtigung: nur von außen möglich, der Schlosspark ist frei zugänglich

Links: www.matrei-ost.tirol.gv.at


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Der lange Zeit als Burg Matrei bezeichnete Wehrbau ist eine Gründung der schwäbischen Grafen von Lechsgemünd. Im Zusammenhang mit einer Schenkung wird Graf Konrad von Lechsgemünd um 1160 im Neustifter Traditionsbuch erwähnt. Möglicherweise ist er der Bauherr. Nachfolger wurde sein Neffe Heinrich IV von Lechsgemünd.

Da er keine Kinder hatte, übertrug er sein Vermögen noch zu Lebenszeit an das Hochstift Salzburg. Matrei wurde damals von Salzburger Burggrafen verwaltet, die sich nach der Herrschaft nannten. Die Salzburger Bischöfe setzten vorwiegend Kleinadelige als Pfleger ein. Lediglich zwischen 1407 und 1414 wurde Matrei als Pfand vergeben.

Im 15. Jahrhundert setzte sich für die Burg allmählich der Name Weißenstein durch. Erzbischof Leonhard von Keutschach ließ zu Beginn des 16. Jahrhunderts die bis dahin recht bescheidene Anlage deutlich ausbauen und stärker befestigen. 1524 überließ Erzbischof Matthäus Lang dem Salzburger Domkapitel die Herrschaft zur Versorgung des Dompropstes. 1645 wäre es fast zu Unruhen unter der Bevölkerung gekommen, da der Pfleger Johann Helmreich wegen seiner Härte bei den Bauern äußerst verhasst war. Erzbischof Paris Graf Lodron pachtete hierauf die Herrschaft und ließ Helmreich absetzen. Da Weißenstein längst keine militärische Bedeutung mehr besaß und von seinen Eigentümern auch nicht mehr bewohnt wurde, hielten sich die Salzburger Domherren mit Investitionen zurück. Auch die Pfleger zogen in das Verwalterhaus im Ort.

Die Burg war schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts praktisch unbewohnt. Nach der Säkularisierung Salzburgs im Jahr 1803 wurde die Herrschaft Windisch-Matrei vom österreichischen Staat übernommen. Die Gemeinde Matrei konnte das Schloss 1823 ersteigern und es zeitweilig als Armenhaus verwenden. 1863 wurde es an den Wiener Baumeister Franz Poduschka verkauft. Dieser ließ die Halbruine im Stil der Neugotik restaurieren und richtete 1875 ein Hotel darin ein. Es war jedoch kein Erfolg und musste bald geschlossen und verkauft werden. Unter dem Freiherrn Adalbert von Mengershausen fand ab 1896 eine neuerliche Generalrenovierung statt, diesmal im Stil der Neoromanik. 1921 erwarb Carl und Else von Thieme das Schloss.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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