Burg Wiesberg


wiesberg_u_01.jpg

Standort:  N 47°07.025  E 10°29.560
6552 Tobadill, Wiesberg 70

Parkplatz: N 47°06.960  E 10°29.710
Parkmöglichkeit an der Kreuzung gegenüber der Burg

Gehzeit: 3 Minuten
der Hauptstraße nach unten folgen, dann vor der Kurve die Straße rechts

Besichtigung: nur von außen möglich

Links:


wiesberg_u_00.jpg

Die Burg dürfte bereits im zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts errichtet worden sein. Bis auf einen Hugo von Wiesberg, der um 1271 aufscheint, sind die Herren von Wiesberg urkundlich kaum fassbar. Sie und die auf sie folgenden Herren von Ramüs waren Gefolgsleute der Bischöfe von Chur.

Um 1330 wird mehrfach ein Nanno von Ramüs genannt. Anlässlich eines Streites mit dem Tiroler Landesfürsten belagerte damals der Richter von Landeck die Burg und konnte sie schließlich einnehmen. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts war die Lehenshoheit bereits stillschweigend vom Bistum Chur an die Grafen von Tirol übergegangen. Diese verliehen Wiesberg an die Herren von Rottenburg. Nach seinem Tod wurden landesfürstliche Verwalter eingesetzt.

1414 ließ der Pfleger Moritz Hergassen die Burg mit modernen Feuerwaffen bestücken. Auch die späteren Pfleger und Pfandinhaber sorgten dafür, dass die Wehrhaftigkeit der Anlage nicht vernachlässigt wurde. Zu den letzteren zählten Hans von Stuben (1431), Cyriak von Haidenreich (1588), Johann Marx Georg Graf von Clary und Aldringen (1679) sowie Theodor Peregrin von Wolkenstein-Rodenegg (1777). Gräfin Therese von Wolkenstein-Rodenegg verkaufte ihren Pfandbesitz 1837 an Michael Fink. 1852 ging Wiesberg an die Tiroler Landesregierung über. 1859 erhielt die Burg mit Martin Siegele einen bäuerlichen Eigentümer. Um ihre Erhaltung und Pflege kümmerte sich der neue Besitzer aber genau so wenig, wie zuvor die ehemaligen Pfandherren.

Als 1885 mit der Arlbergbahn auch die Trisannabrücke gebaut wurde, kauften die Staatsbahnen die schon sehr baufällige Burg um Einsprüche zu vermeiden. Nach Vollendung der Brücke veräußerten sie Wiesberg zwei Jahre später an Georg Auer aus Saalfelden. Beim Versuch, die Burg in ein Nobelhotel zu verwandeln, geriet er jedoch in finanzielle Schwierigkeiten, so dass Wiesberg 1889 versteigert wurde. Neuer Eigentümer wurde Hermann Landfried aus Heidelberg, der 1906 eine aufwändige Generalsanierung, die mit einem teilweisen Neubau verbunden war, einleitete. Die bemerkenswerte Innenausstattung erfolgte bis 1940. Die Amerikaner besetzten 1945 die Burg, gaben sie aber bald an die für Tirol zuständige französische Besatzungsmacht weiter. Seit der Rückgabe gehört die gepflegte Anlage wieder der Familie Landfried.

Weitere Informationen: Burgen Austria


wiesberg_01.jpg wiesberg_02.jpg wiesberg_03.jpg wiesberg_04.jpg wiesberg_05.jpg wiesberg_06.jpg wiesberg_07.jpg wiesberg_08.jpg wiesberg_09.jpg wiesberg_10.jpg wiesberg_11.jpg wiesberg_12.jpg wiesberg_13.jpg wiesberg_14.jpg wiesberg_15.jpg