Burgruine Thernberg


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Standort:  N 47°39.415  E 16°11.010
2832 Thernberg

Parkplatz: N 47°39.655  E 16°10.610
Im Ort parken

Gehzeit: 20 Minuten
Wanderweg oder Forststraße auf den Schlossberg folgen (Google Earth)

Besichtigung: das Betreten ist aus Sicherheitsgründen untersagt

Links: www.thernberg.at


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Thernberg ist eine der ältesten Hochburgen Niederösterreichs. Bereits 1108 wird ein "Emerich de Terrenberch" genannt. Eine Urkunde des Stiftes Reichersberg erwähnt 1150 einen Rapoto von Thernberg. 1227 scheint mit Dietmar und Ulrich von Thernberg auch die Burg erstmals auf.

Die Thernberger waren Ministeriale der Formbacher Grafen und mit den Herren von Pitten verwandt. Ursprünglich gehörte ihnen die Burg als freies Eigen. 1310 verkauften die Brüder Ulrich und Nikolaus von Thernberg ihre Herrschaft an Herzog Friedrich, wodurch sie landesfürstlich wurde. In der Folge wurde sie mehrfach verpfändet. Zu den rasch wechselnden Pfandinhabern des 14. Jahrhunderts zählten die Herren von Ellerbach und Heinrich von Kranichberg-Mureck.

1412 erhielt Hertnid von Pottendorf die Burg als Lehen. Er ließ sie meist von Burggrafen verwalten. Als Georg von Pottendorf starb, wurde die Herrschaft neuerlich landesfürstlich und in der Folge wieder verpfändet. Um 1510 gelangte Thernberg an Wolfgang I Thonradl. Er ließ die Vorburg wohnlich ausbauen. Auch die Burg dürfte renoviert worden sein. Sidonia Elisabeth, die Witwe des Freiherrn Georg Christoph von Thonradl, verkaufte 1679 die bereits schwer verschuldete Herrschaft an Johann Paul von Pleyern. 1707 war Johann Wilhelm Graf Wurmbrand Eigentümer von Thernberg. Er gab es 1712 an Franz Wilderich von Menshegen weiter. Nun erfolgten größere Baumaßnahmen, die zum Ausbau und zur Barockisierung der Burg führten. 1791 kaufte Joseph Graf Pergen die Herrschaft. Danach wechselten die Besitzer mehrfach.

Die Glanzzeit des Schlosses erfolgte unter Erzherzog Johann, der 1807 Thernberg erwarb. Er ließ die Gebäude renovieren. Der alte Bergfried wurde zu einer Aussichtswarte umgebaut. Die Blütezeit war aber relativ kurz, da Erzherzog Johann sich 1822 in die Steiermark zurückzog. Er verkaufte die Herrschaft 1828 an Johann I Fürst von und zu Liechtenstein. Dessen Nachkommen behielten Thernberg bis 1916. Die alte Burg war inzwischen längst zur Ruine geworden. Die Eigentümer des 20. Jahrhunderts waren Ludwig Viktor Reithoffer (1916), Sally Wolf (1930) und dann KR Richard Zatloukal sowie die Familie Tuider der die Ruine heute noch gehört. Die Schlossgebäude waren noch bis 1938 bewohnt. Zeitweise dienten sie als Kinderheim. Zu Ruinen wurden sie erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und mussten aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt werden.

Weitere Informationen: Burgen Austria / Burgenseite


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